Ein Spielhaus im Garten bringt Spielfreude für jedes Alter! Spieltürme oder Spielhäuser werden für Kinder ab drei Jahren empfohlen, die im und am Spielhaus so richtig ihrem Bewegungsdrang folgen können. Unter drei Jahren können die Kinder den Sandkasten des Spielhauses benutzen oder das Spielhaus als Hilfe beim Gehen lernen oder Versteckspielen verwenden, sie sollten aber nicht unbeaufsichtigt spielen.

Die Phasen der Spielentwicklung bei Kindern werden nach Alter definiert, doch sind diese Abschnitte nicht als klar abgegrenzt zu betrachten, sondern überlappen einander. Ein grobe Einteilung der Spielentwicklung von Kindern können Sie hier nachlesen!

 

Kindliche Entwicklung

Bis 2 Jahre: Funktionsspiele

Bis zum Alter von 2 Jahren spielen Kinder durch Anreize, die sie selbst schaffen. Ein Beispiel dafür ist, dass ein Kind etwas fallen lässt, das Geräusch interessant findet und in der Folge verschiedene Gegenstände zu Boden fallen lässt. Im frühkindlichen Alter sind darum Anreize wie Mobile, die Licht reflektieren oder Geräusche machen, sehr fördernd, genauso wie die Möglichkeit, verschiedenste Gegenstände zu greifen, fallen zu lassen oder in den Mund zu nehmen.

In Funktionsspielen werden Dinge erprobt und von unbewussten zu bewussten Handlungen geführt. Im Laufe der ersten beiden Lebensjahre werden diese Handlungen immer konkreter und es entsteht ein Bewusstsein für den Einsatz der Gegenstände.

 

Von 2 bis 4 Jahren: Konstruktionsspiele

Zwischen dem zweiten und dem vierten Lebensjahr werden die Spielhandlungen des Kindes konkreter, sie sind einem bestimmten Ziel gewidmet. Eines der einfachsten und bekanntesten Konstruktionsspiele ist das Bauen mit Bauklötzen. Das Kind will ein bestimmtes Ziel, nämlich einen möglichst hohen Turm zu bauen, erreichen und muss dazu seine Kreativität und Konzentration aufwenden und Ausdauer beweisen.

Kinder spielen

 

Konstruktionsspiele sind enorm wichtig für das Entwickeln von Ausdauer und Durchhaltevermögen sowie eine gute Schule in Geduld. Wichtig ist dabei, dass das Kind sich die zu erreichenden Ziele selbst setzt und diese nicht von Erwachsenen vorgegeben werden.

Das Spielhaus eignet sich für die ersten Konstruktionsspiele hervorragend, denn hier kann eine Hütte gebaut werden, im Sandkasten können Wasserspiele und Sandspiele stattfinden. Zu den Konstruktionszielen zählen auch vor dem zweiten Lebensjahr das Füllen und Leeren von Behältern beim Spielen mit Sand und Wasser!

 

Kind in Nestschaukel

Von 4 bis 6 Jahren: Rollenspiele

Im Rollenspiel übernehmen Kinder die Rolle von realen und fiktiven Menschen, aber auch von Tieren oder Gegenständen. Sie werden zu Müttern oder Vätern, Kaufleuten, Flugzeugen oder Autos und schlüpfen in die Rolle von Lassie, Black Beauty oder Märchenfiguren. Die Kinder spielen Situationen aus dem Alltag nach, die sie besonders beschäftigen, wie einen Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt, Einkaufen oder Kochen oder die Fahrt in den Urlaub.

Das neu Entwickeln und neu Spielen bereits geschehener Ereignisse kann die Verarbeitung dieser erleichtern. In Rollenspielen setzen sich Kinder mit der Welt der Erwachsenen auseinander, lernen, sich in andere Menschen einzufühlen, üben Sozialverhalten und Regeln einzuhalten.

Kinder beginnen bereits im Alter von drei Jahren mit einfachen Rollenspielen und entwickeln diese selbstständig weiter bis in die Grundschulzeit hinein. Im Spielhaus können Kinder die für das Rollenspiel erdachte Umgebung selbst gestalten, vom Kaufmannsladen bis zum Krankenhaus, vom Raumschiff bis zum Bauernhof kann das Spielhaus in alles verwandelt werden, was das Herz begehrt.

Wenige Alltagsgegenstände genügen, um Spielhäuser in Schulen, Zirkusmanegen oder Theater umzugestalten.

 

Von 6 bis 10 Jahren: Wettspiele

Spielhäuser im Garten sind optimal geeignet für die Förderung von Beweglichkeit und Mobilität. Die Kinder können verschiedene Klettermöglichkeiten nutzen, rutschen und das Spielhaus in Versteck- oder Fangspiele integrieren. Ab dem Grundschulalter beginnen Kinder neben den immer noch beliebten Rollenspielen auch Wettspiele selbst zu entwickeln.

Fröhliche Kinder

Neben dem Wettspiel wird nun auch der Auftritt mit anschließendem Applaus interessant, die Kinder lernen so, Anerkennung für Leistungen zu geben und auch anzunehmen.

Wettläufe, Wettfahren mit Fahrrad und Seifenkiste, Zielwerfen mit Bällen sowie Hüpfspiele und Geschicklichkeitswettbewerbe werden interessant und sowohl nach Vorgabe gespielt als auch selbst entwickelt. Die Geschicklichkeit bildet sich in diesem Alter stark aus, Zirkusspiele können ausgebaut werden, die Kinder lernen jonglieren oder den Umgang mit dem Diabolo.

Das Spielen hört nie auf!

Wenn Kinder in die Pubertät kommen, werden häufig die Freizeitangebote der Erwachsenen abgelehnt, eine eigene Welt möchte entwickelt werden, die Persönlichkeit entwickelt sich aus der Verschmelzung mit Eltern und Familie heraus und erfindet sich neu. Spielen wird von vielen Jugendlichen kurzfristig als „kindisch“ abgetan, bevor es nach der Entwicklung hinein ins Erwachsenenalter wieder interessant wird.

Für Heranwachsende bleibt das Spielhaus im Garten oftmals der Rückzugsort, wenn die Welt der Erwachsenen mit ihren Regeln und Einschränkungen als unerträglich wahrgenommen wird. Man kann es also getrost noch ein Weilchen in Verwendung lassen, auch wenn die 15-Jährigen es „offiziell“ nicht mehr nutzen.

 

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